Bürger Park

Ein Platz zum Wohlfühlen im Herzen der Stadt

Fläche zwischen Kreuzkirche und Nürtinger Stadthalle soll in neuem Glanz erstrahlen – Die Bürgerstiftung bezuschusst das Projekt

 

Ein lebendiger Platz zum Wohlfühlen im Herzen der Stadt – das soll der Platz zwischen Kreuzkirche und Nürtinger Stadthalle werden. Da die Stadt kein Geld für die Fertigstellung hat, wird die Bürgerstiftung Nürtingen und Umgebung einspringen. Der Gemeinderat einigte sich Anfang Mai 2010 auf einen Grundsatzbeschluss, der gegenüber vor allem Kindern dort mehr Platz und Spielmöglichkeiten einräumt.

„Mit diesem Einsatz zeigen wir, dass die Bürgerstiftung der Stadt in dieser finanziell schwierigen Situation zur Seite steht“, erklärt Markus Weber, der gemeinsam mit Hannes Wezel die Geschäftsführung der Bürgerstiftung bildet. „Wir spielen den Steilpass, um ein Gemeinschaft stiftendes Projekt in der Stadt anzuregen und hoffen, dass die Stadt diese Vorlage verwandelt, sprich in den nächsten Jahren das Projekt fortführt.“ Die Bürgerstiftung stellt zunächst 45.000 Euro für die Umgestaltung des Kreuzkirchparks zur Verfügung, obwohl im Haushalt der Stadt Nürtingen keine Mittel für eine Umgestaltung des Kreuzkirchparks vorgesehen ist. Die Idee ist ein Bürgerpark im Herzen der Stadt. Bastian Kuthe, der Leiter des Grünplanungsamts der Stadt Nürtingen, hat mit dem beauftragten Planungsinstitut diese Vision des Bürgerparks in verschiedene Bauabschnitte unterteilt. In mehreren Schritten soll ein lebendiger und phantasievoll gestalteter Spielplatz rund um die bestehende Kletterpyramide entstehen, ein Sitzatrium, ein Fontänenfeld im Hof der Stadthalle K3N sowie eine kleine Bahn für Boule-Spieler. Auf den Spielplatz sollen individuell gestaltete Spielzeuge, die von der Heidelberger Genossenschaft „Die Werkstatt“ gebaut werden. Dort werden schwer vermittelbare Jugendlichen beschäftigt, die bei der Arbeit praktische Erfahrungen sammeln oder in der Werkstatt eine Ausbildung absolvieren. Doch das Konzept der Werkstatt beinhaltet auch, dass Nürtinger Kinder und Jugendliche einen Teil der Spielgeräte selbst anmalen. Diese Idee der Miteinbeziehung und Beteiligung spricht den Fördergrundsätzen der Nürtinger Bürgerstiftung natürlich aus dem Herzen. Dadurch wird die Identifikation mit dem neu gestalteten Kreuzkirchpark erhöht und aus dem Park wird ein wahrer Bürgerpark. „Dies ist ein Leuchtturmprojekt in der Stadt, für das wir Geld zur Verfügung stellen und für die bisherigen und hoffentlich auch vielen neuen Stiftern sichtbar machen, was aus ihrem Geld wird“, erklärt der Voristzende der Bürgerstiftung Ulrich Weiß.

Mit dem ersten Bauabschnitt möchte die Bürgerstiftung noch im Jahr 2010 in die Gänge kommen, um mit einem ersten Spielgerät möglichst bald ein sichtbares Zeichen zu setzen. Damit die Bürger sehen, welchen Weg man mit dem Platz gehen möchte.

Die Bürgerstiftung hat in den letzten knapp drei Jahren genügend Zustiftungen und Spenden bekommen, dass neben dem aktuellen Förderschwerpunkt „Stadtteilmütter/-väter machen’s vor“ noch ein neues Projekt gestemmt werden kann. Den Impuls, sich an einer Umgestaltung des Kreuzkirchparks beteiligen zu können, brachte Weber in die Bürgerstiftung ein. Nach einem ersten Termin von Vorstand und Geschäftsführung mit der Nürtinger Verwaltungsspitze wurde in der Kuratoriumssitzung der Bürgerstiftung der Beschluss gefasst, sich auch finanziell für den Platz im Herzen der Stadt einzusetzen. Fritz Brodbeck, der Vertreter des Vorstandes der Bürgerstiftung warb im Bauausschuss des Gemeinderates für das Konzept. Mitte Mai stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung dem Projekt einstimmig zu. Die Reaktionen auf die Idee und das Engagement der Bürgerstiftung sorgte fraktionsübergreifend für positive Reaktionen.

Spaß für die Kleinen, Entspannung für die Großen – das soll der Kreuzkirchpark bieten